Behandlung von Angstpatienten

zahnarztangst

Viele Menschen beschleicht ein ungutes Gefühl, wenn ein Termin beim Zahnarzt bevorsteht. Und es gibt zahlreiche Patienten, die unter extremer Zahnarzt-Angst leiden. Diese Angst kann in Panikattacken, Schweißausbrüchen oder Herzrasen enden und macht für viele den Besuch beim Zahnarzt unerträglich. Die Folge ist: Behandlungstermine werden abgesagt oder verschoben. Es gibt viele Patienten die Jahrzehnte lang überhaupt nicht zum Zahnarzt gehen.

Die Situation der Zähne verschlechtert sich entsprechend immer weiter. Irgendwann müssen die Zahnschmerzen mit starken Schmerzmitteln bekämpft werden. Der schlechte Zustand der Zähne ist für viele ein weiterer Grund, den Zahnarzt zu meiden: Sie schämen sich für ihre Zähne und haben Angst, sie würden vom Arzt für ihr Verhalten kritisiert. Menschen mit solcher Angst brauchen einen Zahnarzt mit viel Geduld und Erfahrung, jemanden der Ihre Angst versteht und Sie ernst nimmt. Nach ausführlichen Gesprächen und transparenter Aufklärung können wir Sie z.B. mit Lachgas sedieren oder unter Vollnarkose behandeln. Wir haben Verständnis für Ihre Angst und wollen Ihnen dabei helfen, Ihre Zahnarztangst zu bewältigen. Geben Sie uns Bescheid, falls Sie vor Ihrem Zahnarztbesuch Angst verspüren, damit wir uns auf Sie einstellen können. Vor einer Behandlung legen wir großen Wert auf eine sorgfältige Beratung, um Ihnen die Schritte der Behandlung zu erläutern und Ihnen so die Angst zu nehmen.

Behandlung mit Lachgas

Lachgas

Die Inhalationssedierung (Beruhigung) mit Lachgas ist für viele Angstpatienten eine große Hilfe, um sich bei der Behandlung beim Zahnarzt völlig entspannen zu können. Die Bezeichnung „Lachgas“ ist historisch bedingt, chemisch betrachtet handelt es sich bei Lachgas um Distickstoffoxid, eine Verbindung aus Stickstoff und Sauerstoff.

Das geruch- und geschmacklose Lachgas wird präzise dosiert und mit reinem Sauerstoff gemischt. Es wird über eine Nasenmaske eingeatmet, dabei werden Puls und Sauerstoffsättigung des Blutes über einen Fingerclip mit einem optischen Sensor überwacht. Beim Einatmen von Lachgas setzt seine Wirkung nach wenigen Minuten ein: Der Patient bleibt voll ansprechbar, dabei fühlt er sich wohl und entspannt, der Puls sinkt auf Normalniveau, und während der Behandlung vergeht die Zeit gefühlt wie im Flug.

Neben der beruhigenden und entspannenden Wirkung dämpft Lachgas auch das Schmerzempfinden – eine lokale Betäubung kann es zwar nicht ersetzen, aber sie selbst wird nicht mehr bemerkt.

Die Sedierungstiefe (Grad der Entspannung) ist durch unseren modernen und hochpräzisen Automaten einfach regelbar. Das Inhalationsgemisch, also die Menge an Lachgas, wird individuell für Sie eingestellt – so können Sie während der Behandlung selbst die Tiefe Ihrer Sedierung mitbestimmen. Ein weiterer Vorteil von Lachgas ist die Hemmung des Würgereizes. Hat Sie bisher ein starker Würgereiz von der Behandlung

beim Zahnarzt abgehalten, so werden Sie sehr von der Verwendung von Lachgas profitieren. Nach der Behandlung klingt die Wirkung von Lachgas bereits nach wenigen Minuten vollständig ab – Sie können sogar nach ca. 15 Minuten selbst wieder mit dem Auto fahren. Da Lachgas im menschlichen Körper nicht in den Stoffwechsel eintritt, sondern vollständig wieder abgeatmet wird, hat es bei korrekter Anwendung keine Nachwirkungen. Unsere Zahnärzte sind speziell für die zahnärztliche Lachgassedierung ausgebildet und beraten Sie gerne zu dieser innovativen Methode der entspannten Zahnarztbehandlung mit Lachgas!

Behandlung mit Vollnarkose

Vollnarkose

Bei der Vollnarkose wird der Patient in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt, bei dem alle Sinne vollständig ausgeschaltet sind. Der Anästhesist (Narkosearzt) steuert die Narkosetiefe und überwacht dabei ständig die Vitalfunktionen. Dies ist auch bei uns im Haus möglich. Für die regelmäßig in unserer Praxis durchgeführten Narkosebehandlungen arbeiten wir vertrauensvoll mit einem erfahrenen Narkosearzt zusammen.

Es wird eine ausführliche Anamnese über den Gesundheitszustand des Patienten durchgeführt. Dazu gehören Alter, Gewicht, Allergien, Unverträglichkeiten, Vorerkrankungen aber auch der momentane Ist-Zustand. Es erfolgt auch die Mitteilung dass am Tag der Behandlung mit Vollnarkose nicht gegessen und getrunken werden darf. Auch die Information, dass Sie nach einer Vollnarkose nicht mit dem eigenen Auto fahren dürfen und sich am besten abholen lassen, erfolgt. In einem separaten Ruheraum können Sie in Ruhe aufwachen und werden von Ihrem Anästhesisten sowie Pflegekräften kompetent und fürsorglich betreut.

Die Vollnarkose bietet die Möglichkeit aufwendige Restaurationen zügig durchzuführen und Angstpatienten oder Kinder bei denen ein Eingriff notwendig ist, stressfrei zu versorgen.

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