Alters- und Behindertenzahnmedizin

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Zahnpflege bei Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung.

Alter und Zahnlosigkeit gehören heutzutage nicht mehr zwingend zusammen. Immer mehr Menschen besitzen noch bis ins hohe Alter einen Teil ihrer eigenen Zähne. Trotzdem sind einige Veränderungen mit den Jahren nicht aufzuhalten und Schäden an den Zähnen können entstehen. Mit zunehmendem Alter erkranken manche Patienten an einem Rückgang des Zahnfleisches. Die freigelegten Zahnhälse und Wurzelflächen bieten so einen ungeschützten Bereich, der vermehrt durch Bakterienanhaftungen besiedelt wird. Werden diese Beläge nicht durch eine professionelle Zahnreinigung entfernt, können sie eine Wurzelkaries auslösen und den Kieferknochen schädigen.
Die äußerste Schicht der Zähne, der Zahnschmelz ist die härteste Substanz in unserem Körper. Aber auch er wird von Jahr zu Jahr dünner, Risse und Sprünge können vermehrt auftreten. Die Farbe verändert sich, wird gelblicher und transparenter. Zum größten Teil bestehen unsere Zähne aus Dentin, welches das Zahnmark umgibt. Im Laufe des Lebens wird das Dentin aber abgenutzt. Die häufigsten Merkmale der Zahnalterung sind Zahnfleischrückgang, Verfärbungen, Zahnschmelzabnutzung und häufig sensibler werdende Zähne.
Oftmals vermindert sich mit zunehmendem Alter der Speichelfluss und somit auch der natürliche Schutz der Zähne durch den Speichel.
Wir empfehlen zur Erhaltung der Zahngesundheit bis ins hohe Alter, die unbedingte Einhaltung der täglichen Mundhygiene, um die schädlichen bakteriellen Beläge möglichst gründlich zu entfernen. Unser Prophylaxeteam hilft Ihnen bei der Auswahl der effektivsten und auf Ihre Situation angepassten Hilfsmittel. Auch die Reinigung des Zungenrückens, auf dem sich zwei Drittel der bakteriellen Beläge befinden, darf nicht vernachlässigt werden. Regelmäßige Prophylaxebehandlungen und Kontrolltermine helfen ebenfalls bei der Erhaltung Ihrer Zahngesundheit. Manchmal ist aber die zahnmedizinische Versorgung für alte Menschen, Menschen mit Pflegebedarf und Menschen mit Behinderung ist so anspruchsvoll, dass sie diese nicht mehr alleine bewältigen können. Bedingt durch den demografischen Wandel in unserer Gesellschaft ist der Bedarf an zahnmedizinischer Versorgung in diesem Bereich immens. Da die präventive Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde hat eine hohe Bedeutung hat, müssen dann Angehörige oder geschultes Personal helfen.
Die Bundeszahnärztekammer ist sich ihrer Verantwortung bewusst und stellt sich diesen Herausforderungen mit zwölf Kurzfilmen, die Tipps geben für die Zahnpflege bei Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung.

https://www.bzaek.de/fuer-medien/medienarchiv/video-audio.html

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